Kribbelbunt

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Hokuspokus an der Schule

Schüler rennen zur Tafel, gestikulieren wild, lassen Gegenstände fallen und bekommen von ihren anderen Mitschülern hinter den Schulbänken Begriffe zugerufen. Das kommt wohl jedem Lehrer als Horrorvision einer Unterrichtsstunde vor. Doch ist nur der Anfang - Improvisation als Erwärmung für die Zirkuswerkstatt an Chemnitzer Schulen der Truppe Pyrocatharsis.

Es hat im Herbst 2006 begonnen, als sich die Mitglieder der Zirkustruppe als Workshopleiter an der Schulprojektwoche "Weltzirkus" beteiligt haben. »Diese Woche inspirierte uns sehr«, meint Hendrik Hadlich und weiter: »Gerade durch die Zusammenarbeit mit einem großen Zirkus, der schon seit vielen Jahren mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, haben wir viele neue Eindrücke und Ideen für eigene zukünftige Projekte gewonnen.« Und daraus hat sich dann auch der Pyrocatharsis e.V. gebildet, der seither die Zirkuswerkstatt an Chemnitzer Schulen sowie Jugendklubs veranstaltet.

Zirkusarbeit als ganzheitlichen Ansatz, bei dem Körper, Geist und Seele auf spielerische Weise gefördert werden ist der Ansatz, warum Kinder im fakultativen Unterricht jonglieren, balancieren, Clown sind oder Fakir. Diese vielfältigen Übungsmöglichkeiten haben einen positiven Einfluss auf die Körperhaltung und schulen motorische Fähigkeiten. So tragen sie zur Verbesserung der Kondition, Koordination, Beweglichkeit, Gleichgewichtsfähigkeit und Haltungsstabilität bei. Das Üben komplexer Bewegungsabläufe wirkt sich wiederum auf die Hirnleistung aus, wodurch dies neben dem schulischen Alltag große Entwicklungsmöglichkeiten gerade für Kinder bietet.

Die Tatsache, dass Zirkuskünste und deren Darstellung den Kindern und Jugendlichen Spaß und Freude bereiten, soll neben allen therapeutischen sowie pädagogischen Zielen im Vordergrund stehen«, fügt der Projektverantwortliche Hadlich hinzu. Jeglicher Wettkampfgedanke, der in so vielen sportlichen Disziplinen immer im Vordergrund steht, soll einem Miteinander der Kinder und Jugendlichen weichen. Auch wenn das Einüben der Techniken viel Geduld und Disziplin erfordert, lassen die spielerische Art und Weise des Lernens sowie die Vielseitigkeit der Zirkuskünste genug Raum für Auflockerung und Spaß. Und so werden auch im neuen Schuljahr wieder Schülerinnen und Schüler zwischen Bänken und Tischen ihre Begabungen ausprobieren können.

www.pyrocatharsis.de

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