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Junge Insektenforscher auf nächtlicher Entdeckungstour

Neu gegründete Schülerarbeitsgemeinschaft "Insektenkunde" am Museum für Naturkunde erforscht das Chemnitzer Nachtfalterleben

Mitten in der Nacht, wenn andere längst schlafen, beobachten und dokumentieren junge Insektenforscher vom Museum für Naturkunde die Nachtfalter in Chemnitz. So geschehen im dichten Wald direkt hinter der Zeißigwaldschänke, deren Pächter die benötigten 650 Watt kostenlos zur Verfügung stellten.

Die Wissbegierde der Kinder und Jugendlichen zu nutzen, ist das Anliegen eines neuen Projektes im Tietz - eine Schülerarbeitsgemeinschaft "Insektenkunde", in der Kinder und Jugendliche unter wissenschaftlicher Anleitung die erstaunliche Vielfalt der Insekten und ihrer Verwandten (Spinnen, Krebse und Tausendfüßer) näher kennen lernen können.


Rund 25.000 Insektenarten sind namentlich aus Sachsen bekannt. Fast 50% davon sind in ihrem Fortbestand gefährdet, zum Teil sogar vom Aussterben bedroht. Doch auch die Zahl derer, die diese Arten kennen und erst dadurch schützen können, hat stark abgenommen. "Deshalb hat sich das Museum für Naturkunde für die Gründung einer Schülerarbeitsgemeinschaft entschieden", sagt deren Leiter, Sven Erlacher, Biologe am Museum für Naturkunde in Chemnitz. Zu den gemeinsamen Vorhaben zählen unter anderem das Sammeln, Züchten, Präparieren, Mikroskopieren und Dokumentieren von Schmetterlingen.

Übrigens Interessenten sind immer herzlich willkommen!

Nähere Informationen erteilt Sven Erlacher unter Tel.: 0371 / 488 4553.

 

 

Foto:

Vera (7), Nicola (11) und Biologe Sven Erlacher (v.l.) nehmen einige schwer unterscheidbare Nachtfalter zur Bestimmung und Präparation mit. Später werden diese die wertvollen Sammlungsbestände des Museums für Naturkunde bereichern.

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