Das Kraut der Unsterblichkeit wächst in Dresden
Text: Karin Keding
Schon unsere frühen Vorfahren wussten um die heilenden Kräfte bestimmter Pflanzen. Sorgfältig gesammelte Kräuter wurden zur Behandlung von Wunden und anderen Leiden eingesetzt. Besonders dem Salbei wurden universelle Heilkräfte zugeschrieben.
Abgeleitet vom lateinischen „salvare“ (gesund sein) verheißt sein Name Wohlbefinden und eine Stärkung der Körperkräfte. Einst glaubten die Griechen gar, Salbei könne unsterblich machen. Im Mittelalter vorerst als Kraut zum Würzen von Fleisch und Fisch genutzt, wurden die heilenden Kräfte des Salbei alsbald auch von der Wissenschaft entdeckt und zu schätzen gelernt. Die bakterien- und entzündungshemmenden Eigenschaften des Salbeis finden heute vor allem bei der Herstellung medizinischer Tees ihre Verwendung.
Das größte Anbaugebiet der Heilpflanze in Europa befindet sich mit 30ha Fläche im sächsischen Freital. Hier wächst und gedeiht der Salbei auf steinigem Boden besonders gut. Angebaut und verarbeitet wird er von der Bombastus Werke AG. Damit das Kraut überhaupt als Arzneimittel verwendet werden darf, ist eine ständige Kontrolle und behutsame Pflege der Salbeifelder nötig. »Der Anbau erfolgt in Reihen und möglichst dicht, damit kein Unkraut zwischen den bis zu 80cm hohen Salbeipflanzen wachsen kann. «, erklärt der Marketingleiter der Bombastus Werke AG Wieland Prkno. Falls dennoch nötig, erfolgt die Unkrautbekämpfung mechanisch oder auch manuell. Nur so kann ein reiner Arzneimitteltee entstehen.
Zur Herstellung des Tees ernten die Mitarbeiter des Salbeiproduzenten die Blätter und Triebspitzen, denn in ihnen steckt die Heilkraft der Pflanze. Nach einjähriger Trocknungszeit wird der Salbei zu Tee verarbeitet. Um einen Teebeutel von 50g zu füllen, müssen 230g frischer Tee getrocknet werden. Salbeitee wird z.B. zum Gurgeln bei Halsschmerzen und Zahnfleischproblemen empfohlen sowie als Tee gegen Magen-Darm-Beschwerden.





