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Frauen in Deutschland 2008

Dass sie die bessere Hälfte sind, wissen wir schon lange. Doch darüber hinaus sind sie auch zahlenmäßig in Deutschland überlegen: Frauen. Von den insgesamt 82,5 Mio. Menschen in Deutschland sind 51% Mädchen oder Frauen.

Laut den aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes in "Frauen in Deutschland 2008" bekommen sie durchschnittliche 1,4 Kinder im Laufe ihres Lebens und haben heutzutage eine höhere Lebenserwartung (81 Jahre) als Männer (76 Jahre). Tendenz steigend. Auch das durchschnittliche Heiratsalter lediger Frauen ist angestiegen. So liegt es mit 29,4 Jahren zwei Jahre über dem Durchschnitt von vor zehn Jahren. Obwohl die Zahl der ohne Trauschein lebender Paare zunimmt, überwiegen statistisch nach wie vor die Ehepaare. Fast neun von zehn der in Deutschland lebenden Paare (21,6 Mio.) lebten im März 2004 als Ehepaar in einem gemeinsamen Haushalt.

Verheiratete Frauen bekamen ihr erstes Kind mit durchschnittlich 29,6 Jahren. Die meisten Kinder (31%) werden von Frauen zwischen 30 und 34 Jahren geboren. Eine leichte Verschiebung in der Altersstruktur der werdenden Mütter kann man in Statistiken gut ablesen. Während bei den 25-29-jährigen Müttern die Geburtenrate um 10% gesunken ist, bekamen 35 bis 44-Jährige 2004 fast doppelt so viele Kinder wie 1994. Doch auch der Anteil der allein erziehenden Mütter oder Väter ist in den letzten Jahren größer geworden. Im März 2004 lebten in Deutschland 2,5 Mio. allein Erziehende mit einem oder mehr Kindern zusammen in einem Haushalt. Das sind 12% mehr als 1996. Gleich geblieben ist, dass die Frauen überwiegen. Sie machen 85% der allein Erziehenden aus.

Interessant sind auch die Zahlen aus der Online-Erhebung "Studentenspiegel 2". Die sagen aus, dass Studentinnen in fast allen Fachgebieten weniger Semester studieren, gleich gute Abschlussnoten erzielen und dabei sogar noch mehr Praktika und Auslandsaufenthalte aufweisen als ihre Mitstreiter. Auch wenn Frauen inzwischen mit ihren männlichen Kommilitonen im Studienalltag auf Augenhöhe stehen, sieht es in der Berufswelt dagegen noch sehr ernüchternd aus. Nach wie vor verdienen Frauen bei gleicher Qualifikation oft weniger als Männer. Jedoch muss man ergänzen, dass Frauen oft freiwillig auf eine Karriere verzichten, wenn die Familienplanung ansteht. Zwar möchten die Mütter von heute nicht mehr auf ihre Berufstätigkeit verzichten, aber das Aufwachsen ihrer Kinder auch nicht verpassen.

 

Quellen: Statistisches Bundesamt, Studentenspiegel 2

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