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Einfach WALD – Der Wildnis auf der Spur im Thüringer Wald

Eine besondere Atmosphäre lebendiger Stille liegt über den Wäldern, Wiesen und Mooren des ältesten Waldbiosphärenreservats Deutschlands - ein echter Geheimtipp für Naturliebhaber.

UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald

Stehenbleiben. Innehalten. Tief einatmen und erst einmal bei sich ankommen: Das UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald ist ein Stück Natur wie aus dem Märchenbuch. Blütenreiche Bergwiesen, ausgedehnte Mischwälder, klare Bergbäche und geheimnisvolle Moore prägen die 337 km² große Region zwischen Oberhof, Ilmenau, Masserberg und Suhl. Diese Kombination ist deutschlandweit einzigartig. Bäume gibt es hier soweit das Auge reicht. Naturnahe Bergwälder laden zum Waldbaden ein. Sobald der Wald sich öffnet, gibt er den Blick frei auf bunte Bergwiesen, die nicht nur für Wildbienen oder seltene Arten, wie den Callimorpha domimula (Schönbär) paradiesisch sind. Auch wir Menschen fühlen uns in dieser Region zu Hause, stillt sie doch in der Begegnung mit der Natur unsere Sehnsucht nach Ursprünglichkeit.

Zum Eintauchen in die Natur laden vor allem die glasklaren Bergbäche oder die bis zu 4.500 Jahre alten geheimnisvollen Moore ein. Gelegenheit dafür bietet sich zum Beispiel am Schützenbergmoor in Oberhof. Hier können Wanderer die typische Vegetation wie das Wollgras entlang hölzerner Stege entdecken.

Bereits 1979 wurde das Biosphärenreservat von der UNESCO anerkannt und gilt heute als Modellregion internationalen Ranges. Nach drei Flächenerweiterungen hat es einen Umfang von 146,17 Kilometern. Für eine Umrundung zu Fuß würde man gute 36 Stunden brauchen. Wer den direkten Weg bevorzugt, folgt zum Beispiel dem Rennsteig, Deutschlands ältestem Fernwanderweg, der auf 30 Kilometern durch die Nationale Naturlandschaft verläuft.

Doch auch abseits des Rennsteigs ist das Wandern hier ein abwechslungsreiches Vergnügen, liegen doch die drei höchsten Berge des Thüringer Waldes im Gebiet. Der Gipfelwanderweg bietet neben anspruchsvollen Höhenmetern auch sagenhafte Fernsichten.

Besonders eindrucksvoll vermitteln die Ranger und Naturführer die Besonderheiten der Region, die sich durch einen hohen Waldanteil von rund 84 % auszeichnet.

Mächtige Weißtannen oder stattliche Buchen gibt es zu bestaunen. Wie wunderschön wild es aussieht, wenn Natur sich selbst überlassen ist, wird bei einem Blick in die Kernzonen des Schutzgebietes deutlich. Mehrmals wöchentlich starten geführte Touren von verschiedenen Orten, wie dem Informationszentrum des Biosphärenreservats in Schmiedefeld am Rennsteig aus.

Nachhaltig entspannen und genießen können Gäste bei den zertifizierten Partnern des Biosphärenreservats. Sie stehen für höchste Qualität, tollen Service und Regionalität. Während der Biosphären Genuss-Wochen warten neben kulinarischen Spezialitäten, kreative Aktionen, spannende Touren oder Kräuter-Workshops. „F(r)isch aufgetischt“ ist das Motto im Frühjahr, während es im Herbst „Außergewöhnlich Wild“ wird.

Die Biosphärenregion ist durch ihre zentrale Lage in Deutschland über den ICE-Knoten Erfurt überregional sehr gut erreichbar. Weiter geht es mit Bus und Bahn im Regional- und Nahverkehr. An den Wochenenden gibt es mit dem Rennsteig-Shuttle über Ilmenau eine direkte Zugverbindung bis zum Bahnhof Rennsteig.

Während des Urlaubs sind Übernachtungsgäste mit ihrer Gästekarte und dem darin inkludierten Rennsteig-Ticket in vielen Gemeinden sogar kostenfrei mit den öffentlichen Verkehrsmitteln mobil und können darüber hinaus die Vorteile der Thüringer Wald Card nutzen.

Biosphäre erwandern - Tourenvorschläge

Goethewanderweg

Der Thüringer Wald und seine Naturschätze inspirierte Dichter, Musiker und Freigeister. Den Wald als Quell der Schöpfungskraft und Ort der Entschleunigung können Wanderer im UNESCO-Biosphärenreservat auf dem Goethewanderweg erleben. Der 20 Kilometer lange Weg von Ilmenau nach Stützerbach führt entlang der Musenplätze Johann Wolfgang von Goethes. Höhepunkt der Wanderung ist das Goethehäuschen auf dem Kickelhahn, wo 1780 das Gedicht „Wandrers Nachtlied“ entstand. Start der Tour ist am Amtshaus am Markt in Ilmenau mit Touristinformation und GoetheStadtMuseum.

Kurzinfos Wanderweg • Länge: 20 km • Gehzeit: 7 Std. Höhenmeter p 715 m q 519 m • Schwierigkeit: mittel • Start/Ziel: Ilmenau/Stützerbach • Begehbar: April bis November • An- und Abreise: ÖPNV: Mit Bus und Bahn bis Ilmenau

www.ilmenau.de

Rundwanderweg „Oberes Vessertal“

Die Wanderung führt in den ältesten Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Thüringer Wald, das Vessertal, eines der schönsten Täler Mitteldeutschlands. Und das nicht ohne Grund, findet sich hier doch die wunderbare Mischung aus Bergmischwald, sprudelnden Bergbächen und herrlich bunt blühende Wiesen. Der Weg führt durch die Kernzone des Schutzgebietes und bietet unvergessliche Einblicke in eine Wildnis, die seit mehr als 60 Jahren einfach Natur sein darf. Die Tour startet am Info-Zentrum des Biosphärenreservats in Schmiedefeld am Rennsteig oder ab Vesser.

Kurzinfos Wanderweg • Länge: 22 km • Gehzeit: 7 Std. Höhenmeter p 540 m q 534 m • Schwierigkeit: mittel • Start/Ziel: Info-Zentrum Biosphärenreservat Schmiedefeld/Rstg. • Begehbar: April bis November • An- und Abreise: ÖPNV: Mit Bus und Bahn über Ilmenau oder Suhl nach Schmiedefeld/Rstg.

Alle Tourentipps unter: www.tourenportal-thueringer-wald.de Informationen unter: www.biosphaerenreservat-thueringerwald.de und www.meine-naturregion.de

Kurzinformation:

Größe: 337 km2 • Seit 1979
UNESCO-Biosphärenreservat
• Höchster Punkt: Großer Beerberg mit Plänckners Aussicht (983 m) – höchste Erhebung Thüringens
• Bergwald (84 %) • 16 Partner

UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald

Schmiedefeld am Rennsteig, Brunnenstr. 1,
98528 Suhl Tel. 0361/5 73 92 46 10
poststelle.thueringerwald@nnl.thueringen.de
www.biosphaerenreservat-thueringerwald.de