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Seit 111 Jahren bewährte Arzneimittel aus Thüringen

“Alte Bekannte“ wie Hoffmannstropfen, Dreierlei-Tropfen, Melissengeist, Hingfong-Essenz und viele mehr kennen viele aus ihrer Haus-Apotheke. Ihren Ursprung haben diese traditionsreichen Arzneimittel im thüringischen Königsee, wo sie im Hause Hofmann & Sommer hergestellt werden.

Arzneimittelproduktion mit Tradition

Das heutige Königsee-Rottenbach im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt war seit dem ausgehenden 16. Jahrhundert ein Zentrum des europaweiten Olitätengewerbes. Dies umfasste das Sammeln von heimischen Kräutern sowie deren Weiterverarbeitung zu gebrannten Wässern, Säften, heilenden Ölen, Balsamen, Harzen und Suspensionen. Diese Thüringer Haus- und Heilmittel wurden als Olitäten bezeichnet und gaben dem Gewerbe seinen Namen.   Diese frühen Arzneimittel wurden von sogenannten „Buckelapothekern“ zu Fuß in viele Teile Europas verbracht. Der Name „Buckelapotheker“ stammt daher, dass sie auf ihrem „Buckel“ ein Holzgestell trugen, welches sie für den Transport der Heilmittel benutzten. 

Aus dieser Tradition entwickelte sich die Umgebung von Königsee im ausgehenden 19. Jahrhundert zu einem bedeutenden Standort der frühen industriellen Arzneimittelproduktion in  Thüringen. Als die Firma Hofmann & Sommer im Jahre 1906 gegründet wurde, stellten zahlreiche Laboratorien und Apotheken in der Stadt und den umliegenden Ortschaften Elixiere, Tropfen, Salben und andere Heilmittel nach Rezepturen der Buckelapotheker her.  

Aus dem familiären Laborantengeschäft entwickelte sich in den 1950er Jahren unter den schwierigen Bedingungen der jungen DDR ein weit über die Grenzen Thüringens hinaus bekannter Arzneimittelhersteller. So wurden die Dreierlei-Tropfen zu dem Magenmittel der Republik, Sepso das Synonym für Wunddesinfizierung und der Königseer Melissengeist zur landesweiten „Bückware“.   

Nach der Zwangsverstaatlichung zum VEB Pharmazeutika Königsee im Jahr 1972 schien diese Entwicklung ihr Ende zu finden. Das Unternehmen verlor in den 1980er Jahren seine Eigenständigkeit, wurde seiner traditionsreichen Arzneimittel beraubt und damit auch seiner Identität. Erst mit der Reprivatisierung nach der Wiedervereinigung konnte die Thüringer Erfolgsgeschichte fortgesetzt werden. Beginnend mit zehn Mitarbeitern und wenigen Arzneimitteln im Jahr 1993 entstand seitdem eine Firmengruppe mit über 90  Arbeitsplätzen und Niederlassungen in Königsee-Rottenbach, Pößneck und Berlin.

Geschäftsführer Dr. Ernst-Josef Strätling erklärt dazu: »In der Phase völliger Ablehnung von DDR-Produkten in den 1990er Jahren haben wir es geschafft, unsere traditionellen Arzneimittel wieder auf dem heimischen Markt zu platzieren.

Das hat nur funktioniert, weil wir das Design der Produkte angepasst und weiterhin auf den Vertrieb in den Apotheken gesetzt haben. Mehr noch konnten wir weitere Marken wie Sepso J und unsere W-Tropfen zukaufen und das Unternehmen Schritt für Schritt erweitern. Damit haben wir eine der vielen ostdeutschen Erfolgsgeschichten geschrieben.« 

Stolz auf Geschichte & Sortiment

Mittlerweile kann er auf die Entwicklung von Hofmann & Sommer in den letzten 25 Jahren stolz zurückblicken. Getragen von den alten Thüringer Rezepturen wie Dreierlei-Tropfen, Baldriantinktur Melival und der Hingfong Essenz-Hofmann’s – die heute wieder in jeder gut sortierten Apotheke Mitteldeutschlands zu finden sind – erweiterte er das Sortiment und die Struktur des Unternehmens fortwährend.

Diese bietet heute ein breites Spektrum an OTC-Präparaten, Apothekenbedarf, Nahrungsergänzungsmitteln und Kosmetika an. Ergänzt wird das Portfolio durch Homöopathische Komplexmittel, die in Handarbeit für über 200 Heilpraktiker im gesamten Bundesgebiet hergestellt werden.  Darauf möchte sich Dr. Ernst-Josef Strätling jedoch nicht ausruhen und noch viele neue Wege mit seinen „Alten Bekannten“ gehen. 

Dazu gehört auch eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung, die ein wichtiger Baustein für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens darstellt.  Selbstbewusst kann Hofmann & Sommer heute auf eine über 111-jährige Firmentradition zurückblicken. Darüber hinaus setzt sich in der heutigen Firmenphilosophie die Bewahrung der Tradition der thüringischen Olitätenherstellung fort. 

 

Das Firmenmotto: „Wir haben es bewahrt, denn es hat sich bewährt“ zeigt deutlich, dass man auch mit „alten Bekannten“ neue Wege gehen kann.

 

©Hofmann & Sommer -Chemisch-pharmazeutische Fabrik