MARÍA DE BUENOS AIRES
Tango-Oper von Astor Piazzolla
Astor Piazzolla gilt als der prominenteste Komponist des argentinischen Tango. Er verband in seinem Tango Nuevo den traditionellen Tango aus den Bars und Straßen von Buenos Aires mit Einflüssen klassischer und moderner Musik, aber auch mit Jazz und Pop. Klanglich prägend war dabei das Bandoneon, ein Instrument, das erst durch Piazzollas Tangos berühmt wurde. Gemeinsam mit dem Dichter und Journalisten Horacio Ferrer schuf Piazzolla mit María de Buenos Aires ein poetisches Musiktheater über eine Frau, die sich in einer von Gewalt und Machismo dominierten Umgebung aller Widrigkeiten zum Trotz nicht unterkriegen lässt und die über ihre eigene Biografie hinaus gleichzeitig die Seele ihrer Stadt Buenos Aires und den Geist des Tangos in sich vereint.
Bescheiden nannten sie ihr Werk „Operita“, kleine Oper, diese wurde in den vergangenen Jahren vielerorts sehr erfolgreich inszeniert. Candela Gotelli, in Buenos Aires geboren und hier im Ensemble, wird die vielschichtige Figur der María verkörpern. Und natürlich darf auch der Tango auf der Bühne nicht fehlen, für den die Erfurter Esquina del Tango sorgen wird.
Termine: 19.11.2025, 19.30 Uhr | 19.12.2025, 19.30 Uhr | 28.12.2025, 15 Uhr | 24.01.2026, 19 Uhr | 05.04.2026, 15 Uhr
Karten sind online unter: www.theater-erfurt.de/maria und im Besucherservice des Theaters Erfurt erhältlich.
(Foto: Theater Erfurt, Lutz Edelhoff)
DON GIOVANNI
Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
Ein Frauenheld, ein Wüstling, vor allem ein Getriebener ist Don Giovanni. Skrupellos ist ihm jedes Mittel recht, um seine Liebesabenteuer möglichst ungestört fortsetzen zu können. Lügen, Ausflüchte, Gewalt … Als Donna Anna sich ihm nicht wehrlos hingibt und ihr Vater, der Komtur, ihn zum Duell fordert, bringt Don Giovanni ihn kurzerhand um. Schnell wird die nächste Eroberung anvisiert – da taucht seine Verflossene, Donna Elvira, auf, um andere Frauen vor ihm zu warnen. Das System beginnt zu bröckeln: Don Giovanni verstrickt sich siegesgewiss immer weiter in Schwierigkeiten.
Ein Mysterium bleibt die Anziehungskraft des berühmtesten, zum Mythos gewordenen Verführers der europäischen Kulturgeschichte Don Juan bis heute. Mozart und Da Ponte schufen in ihrer Bearbeitung des Stoffes eine zwischen Tragödie und Komödie changierende Oper, die die Abgründe des in Sevilla sein Unwesen Treibenden und die Zerrissenheit der ihn Umgebenden faszinierend auslotet.
Die aufstrebende Regisseurin Alexandra Pape bringt nach ihrem Erfurter Domino-Debüt nun die „Oper aller Opern“ im Großen Haus auf die Bühne. Lassen Sie sich von dem geschickten Bühnenbild von Tamara Stotz an die verschiedenen Orte der Handlung entführen. Und tauchen Sie ein in Mozarts Musik, die seit Jahrhunderten mit ihrer außergewöhnlichen Vielschichtigkeit und psychologischen Tiefe fasziniert – meisterhaft interpretiert vom Philharmonischen Orchester Erfurt unter der Leitung von Generalmusikdirektor Hermes Helfricht.
Termine: 21.11.2025, 19.30 Uhr | 30.11.2025, 18 Uhr | 21.12.2025, 18 Uhr | 27.12.2025, 19 Uhr | 14.01.2026, 19.30 Uhr
Karten sind online unter: www.theater-erfurt.de/giovanni und im Besucherservice erhältlich.
(Foto: Theater Erfurt, Lutz Edelhoff)
Don Quijote und die schwebende Wirklichkeit
Ein hochkarätiger Ballettabend in Kooperation mit dem Thüringer Staatsballett
Premiere: 22. November 2025, 19 Uhr, Großes Haus, Theater Erfurt
Mit „Don Quijote und die schwebende Wirklichkeit“ bringt das Theater Erfurt in Kooperation mit dem Thüringer Staatsballett einen der großen Mythen der Weltliteratur tänzerisch auf die Bühne. Der italienische Choreograf Mauro de Candia ließ sich von Cervantes' Roman „Don Quijote von der Mancha“ inspirieren. Er lässt die legendäre Geschichte des Ritters von der traurigen Gestalt und seines Begleiters Sancho Panza in La Mancha, der Heimat von Don Quijote, beginnen. Gemeinsam ziehen sie als ungleiches, sich ideal ergänzendes Paar durch die spanischen Lande und erleben ein kurioses Abenteuer nach dem anderen. Während Don Quijote Burgen sieht, wo Tavernen stehen, und gegen Windmühlen kämpft, die er für Riesen hält, wächst zwischen beiden eine von Respekt und tiefer Verbundenheit geprägte Freundschaft. Sie führt sie näher zu sich selbst – und zueinander.
In seiner Choreografie entfaltet Mauro de Candia ein Spiel zwischen Traum und Realität, zwischen Sehnsucht und Wahrheit. Die perfekt geschulte Körpersprache der Tänzerinnen und Tänzer des Thüringer Staatsballetts lässt eine lebendige Erzählung entstehen, die das Publikum intuitiv erfasst. Dabei wird schnell klar, dass Tanz jenseits von Sprache wirkt – direkt ins Herz der Betrachtenden. Begleitet wird der Abend von ausgewählter Musik – unter anderem von Ludwig Minkus –, die die emotionale Spannbreite der Figuren hörbar macht: von humorvoller Leichtigkeit bis zu tief empfundener Melancholie.
Die Zusammenarbeit mit dem herausragenden Ensemble des Thüringer Staatsballetts ist eine weitere Gelegenheit, das hohe künstlerische Niveau und die Vielfalt der Thüringer Kulturlandschaft zu erleben, auf die wir zu Recht stolz sein können.
Karten und weitere Informationen sind im Besucherservice des Theaters Erfurt sowie online unter www.theater-erfurt.de/stuecke/quijote-tanz erhältlich.
Weitere Vorstellungen: 29.11.2025, 19 Uhr | 07.12.2025, 15 Uhr | 23.12.2025, 19 Uhr
(Foto: Ronny Ristok)
4. SINFONIEKONZERT
Reflexionen
Konzerte: 11. und 12. Dezember 2025, Beginn: jeweils um 19.30 Uhr
Dirigent: Roland Böer
Violine: Alma Vivienne Keilhack
Die 2023 verstorbene finnische Komponistin Kaija Saariaho arbeitete auf vielfältige Weise besonders mit dem Klang von Streichinstrumenten. In ihrer „Nymphéa Reflection“ setzt sie zudem die Stimmen der Musikerinnen und Musiker als Ausdrucksmittel ein. Auch der berühmteste finnische Komponist, Jean Sibelius, hatte eine besondere Affinität zur Geige. Sein Violinkonzert zählt zu den Meisterwerken dieses Genres. Die Solopartie übernimmt Alma Vivienne Keilhack, die trotz ihres jungen Alters (Jahrgang 2006) bereits auf eine beachtliche Konzertkarriere zurückblicken kann. Sie spielte u.a. in vielen Städten Deutschlands, Frankreichs, Englands, Bosnien, Österreichs, der Schweiz und Chinas. Sie wird besonders für ihre virtuose Technik bejubelt.
Im zweiten Konzertteil ist der dritten Sinfonie von Brahms ein Stück von Detlev Glanert vorangestellt, das eigens für diese Kombination geschrieben wurde. Obwohl von Brahms beeinflusst, vermeidet Glanert in seinem Werk direkte Zitate und fokussiert stattdessen Brahms’sche Gesten, klangliche und strukturelle Merkmale.
Roland Böer dirigiert das Philharmonische Orchester Erfurt. Er ist aktuell Generalmusikdirektor in Nürnberg und in Erfurt als Musikalischer Leiter des Oratoriums „Elias“ bekannt.
Karten sind online unter: www.theater-erfurt.de und im Besucherservice erhältlich.
(Foto: Theater Erfurt, Lutz Edelhoff)